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 The house of Thyme Calvary

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Thyme Calvary


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VERDIENST :
Koch im Hob
WAFFE :
Wurfmesser
GEBURTSDATUM :
2. FEBRUAR (22 Jahre)

BeitragThema: The house of Thyme Calvary   Mo Nov 05, 2012 2:24 pm




Mein Haus ist in den letzten Jahren noch mehr herunter gekommen als es sowieso schon war, das Dach leckt an manchen Stellen, der Wind kommt durch die Löcher in den Wänden,die von mir nur notdürftig geflickt worden waren. Ich hätte schon lange aus dem kleinen Haus ziehen können, aber meine Nostalgie hällt mich zurück. Es ist noch das selbe Haus, in dem ich mit meinem Vater gewohnt habe, und heute schlafe ich noch in dem selben Bett, das war damals geteilt haben. Unsere Hütte ist klein, sie besitzt gar nur einen einzigen Raum - aber ich besitze alles, was ich brauche.Eine Ecke ist zu meinem Kräutergarten gewandelt worden, an der gegenüberliegenden Wand findet man meine kleine Küche mit den nötigsten Utensilien. Ein Badezimmer findet man hier nicht, aber neben der Küche steht eine Wanne, in der man baden kann. Es ist nichts besonderes, aber es ist das, was ich seit meiner Kindheit 'Home' nenne.
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Thyme Calvary


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Wurfmesser
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2. FEBRUAR (22 Jahre)

BeitragThema: Re: The house of Thyme Calvary   Do Dez 06, 2012 5:49 am

Firstppost

Eine eisige Kaelte liess mich, wenn auch ungern, die Augen aufschlagen. Es war noch so frueh, zumindest fuer meine Verhaeltnisse. Ich mochte den Morgen nicht mehr, es hatte sich geaendert, als ich aufgewachsen war. Vater, der hatte immer fruehs rausgemusst. Er war schon immer ein Fruehaufsteher gewesen, und auch mich hatte er so erzogen. Aber seit er tot war hatte ich keinen Grund mehr, aufzustehen. Zumindest nicht so frueh. Gruende zu leben hatte ich allemal genug. Ich war ja wirklich der letzte, der sich beschweren koennte. Ich hatte immer genug zu essen, ausreichend Geld, und ein halbwegs anstaendiges Dach ueber dem Kopf. Darueber, dass es hineinregnete, wenn der Regen dumm fiel, und dass es rund um die Uhr schrecklichen Durchzug hatte, konnte ich mit gutem Gewissen hinweegsehen.

Grummeln hievte ich mich aus dem Bett. So wie meine Decke roch muesste sie auch schon wieder gewaschen werden, aber das musste wohl noch bis im Fruehling warten. Zu dieser Jahreszeit wuerde sie nur gefrieren, und der Schuss waere mit voller Kraft nach hinten losgegangen. Das konnte und wollte ich nicht riskieren, denn eigentlich bevorzugte ich schlafen mit einer Decke auf meinem Koerper.
Muede rieb ich mir die Augen, kratzte mich am Kinn, fuhr mir durch die zerwuselten Haare. Ich sah bestimmt wieder schrecklich aus, aber immerhin hatte ich mir gestern die Zeit fuer ein Bad genommen. Ich wollte ja nicht riskieren, dass jeder vor mir davonrennt und seinen Magen hinter der naechsten Ecke entleert, weil er so angeekelt von meinem Geruch war.
Hierbei fiel mir wieder ein, dass ich mit Seife auf ein Ende zuging. Mental notierte ich es mir auf der Liste der Sachen, die ich im Hob noch besorgen wollte. Vielleicht tauschte ja jemand gegen eine Schale Suppe oder etwas derartiges. Die Hob-Leute waren ja gute Leute. Ich war einer von ihnen, und sie waren meine einzige Familie, die mir noch blieb. Dank ihnen war ich wenigstens nicht einsam. Thyme Calvary war niemals einsam.

Mit leicht geruempfter Nase hob ich mit meinen Fingerspitzen die Kraeuterbuendel hoch, die ich feinsaeuberlich in der Kueche gestaptelt hatte. Thymian, mein Lieblingsgewuerzt, hatte ich sicher noch ausreichend fuer den ganzen Winter. Basilikum sah da schon schlechter aus, und von Salbei waren nur noch wenige Blaetter uebrig. Als mein Blick zu meinen kleinen Kraeutertoepfen ging strich ich Basilikum sogleich wieder von der Liste. Der Topf, in dem diesem aeusserst schmackhafte Gewuerz wuchs, quall beinahe ueber. Okay, damit konnte man was machen. Trotzdem nahm ich mir vor, den Hob noch einmal nach guten Kraeutern und anderen Zutaten abzuklappern. Nichts Schlimmeres als fades, geschmackloses Essen.

Mit schnelleren Schritten ging ich also zu meinem etwas kleinen Kleiderschrank und fischte meine einzige gute Hose, eine Leinenhose, und eines meiner Hemden heraus. Socken besass ich keine, seit die letzten im letzten Winter tatsaechlich auseinandergefallen waren. Mit einem leichten Laechelnd steckte ich meine Fuesse in meine noch relativ neuen Lederschuhe. Sie passten wie angegossen, und waren das wertvollste, was sich in meinem Besitz befand. Ich konnte sagen, sie machten sich bezahlt. Sie hielten die Waerme an meinen Fuessen, und die Kaelte und Naesse des Schnees draussen. Gute Winterschuhe, die ich nicht wieder missen moechte.

Ausgeststtet mit allem was ich brauchte - ein paar Kraeuter, ein wenig Geld und wintertauglichen Klamotten verliess ich mein kleines Haus. Ich hatte viel zu tun, heute, und wenn ich meine Liste frueh genug abgearbeitet hatte konnte ich vielleicht noch einen Spaziergang machen und dabei vielleicht etwas essbares Finden.

tbc: Hob
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