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 THE HOUSE OF FAMILY NAHAL

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Ebony Nahal


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VERDIENST :
GLÜCKSSPIEL;; INCENDIUM & LADEN ;; HANDEL
WAFFE :
LANGMESSER
GEBURTSDATUM :
3. SEPTEMBER - 17 JAHRE

BeitragThema: THE HOUSE OF FAMILY NAHAL   Sa Aug 18, 2012 3:11 am



Wir dürfen unser Heim, ein Eckhaus mit dazu gehörigem Laden im Erdgeschoss, anliegendem Garten und eigener Bibliothek nennen. Unser Haus gehört zu den wohlhabenderen in unserer Gegend. Dafür gibt es einen einfachen Grund, unser Vater hatte gute Verbindungen zum Kapitol und Distrikt 7.

Ebony Nahal & Brüder
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Ebony Nahal


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LANGMESSER
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3. SEPTEMBER - 17 JAHRE

BeitragThema: Re: THE HOUSE OF FAMILY NAHAL   Do Dez 06, 2012 2:44 am

Einstiegspost.

Ich schlug die Augen auf. Diese Nacht war traumlos so wie viele meiner Träume in letzter Zeit. Ehrlich gesagt war ich froh, dass ich nicht träumte. Denn würde ich es tun, so würde ich noch von glücklichen Momenten in meiner Kindheit träumen und das würde keine guten Konsequenzen für den Tag nach sich ziehen. Ich wäre nicht bei der Sache und das konnte ich mir nicht erlauben. Ich hatte dafür keine Zeit und Tränen hatte ich auch keine mehr.
Langsam atmete ich ein und aus, die Luft war so kalt, dass es sich anfühlte, dass ich von innen erfror und das nur durch das Atmen. Ich zog meine dicke Daunendecke über den Kopf und genoss die feucht, warme Luft hier in der schützenden Höhle meines Bettes. Leise seufzte ich und ging noch einmal meinen Plan für den heutigen Tag durch. Nach dem Morgenprogramm würde ich zum Hob gehen, meine Brüder hatten mir den heutigen Tag frei gegeben, was mir sehr gelegen kam. Denn auf dem Hob musste ich noch einige Besorgungen machen für mein neuestes Projekt. Bei dem Gedanken an Incendium wurde mir warm. Und ich lächelte das erste Mal seit Wochen wieder. Ja dieser Plan und seine Umsetzung war das was mich am Leben hielt – mich ausfüllte und kein Gedanke in den letzten Sekunden, Minuten und Tagen war nicht daran gerichtet. Ein feuriges Kribbeln begann in mir und plötzlich wurde es mir zu warm unter der Decke. „Bonny, aufstehen. Du bist spät dran.“ Jazem hatte wohl in der Türe gestanden und ich wusste nicht wie lange schon. Heimlich wusste ich, dass er das öfter tat und sich zu mir setzte, um mir beim Schlafen zu zusehen. Keine Ahnung was er sich davon versprach, doch ich genoss es, dass er es machte auch wenn er es nicht wusste.

„Ja, ich bin wach. Komme sofort.“ Ich schlug die Decke zurück und setzte mich auf. Dieser Tag würde nicht wie jeder andere werden und man konnte schon fast denken, dass ich gut gelaunt war. Definitiv auch das erste Mal in den letzten Tagen. Und Wochen. Ich verwarf den Gedanken, der folgen wollte lieber und stand auf. Dabei zuckte ich zusammen, als meine nackten Füße den Boden berührten. Jazem stand immer noch in der Türe und gerade kam Thalon vorbei und lachte als er mich so sah. „Na Schwesterherz? Aufgewacht aus deiner warmen Höhle?!“ Er blieb neben Jazem stehen und sah mich provozierend an. Ich nahm ein Kissen und warf es nach ihm. „Ja, leider. Aber wenn du magst kannst du mich gerne herum tragen und mich vor dieser Kälte hier schützen.“ Ich lachte auch. Auch wenn es fast aufgesetzt war, tat es so gut zu lachen. Ich wusste schon gar nicht mehr, das es überhaupt bei mir möglich war. „Nein, dass überlasse ich schön unserem Jazem hier, muss los zum Markt.“ Er lächelte meinen Bruder an und gab ihm mein Kissen. Er nahm es und kam zu mir herüber. Thalon verschwand aus der Türe. Jazem legte mein Kissen an seinen Platz und trat an mich heran und küsste mich auf die Stirn. Er war ernst. Zu ernst. „Hast du gut geschlafen?“ Sein Blick beunruhigte mich. „Ja, aber was ist los?“

Er blickte aus dem Fenster heraus und sah unendlich erschöpft aus. Mein Herz zog sich zusammen. „Jaz, sag schon, was ist los?“ Er schien aus einer Trance zu erwachen und sah zu mir herunter, denn er war fast einen Kopf größer als ich und hatte Schultern die einer Mauer glichen. Er schüttelte den Kopf. Ich fasste ihn an der Schulter und ließ meine Hand dort. Doch er nahm sie und drückte sie kurz, bevor er sie wieder los ließ. „Beeil dich ja, ich weiß du hast deinen freien Tag aber du kannst noch bitte das Frühstück machen.“ Er lächelte sanft und strich mir kurz übers Haar. Dann drehte er sich um und verließ den Raum. Zurück blieb ich. Verunsichert und traurig. Irgendetwas war. Früher hatte er mir alles erzählt, doch er nahm die Rolle den großen Bruders viel zu ernst und wollte anscheinend eine Vaterrolle für mich einnehmen. Da war eine gewisse Distanz angebracht, doch das wollte ich nicht akzeptieren. Er war mein Bruder nicht mein Vater. Vater war tot. Ich zitterte, es kam von der Kälte im Raum und in meinem Herzen.

Verwirrt schüttelte ich den Kopf und machte mein Bett. Meine Ruhe vom Morgen war verflogen und auch in Hinblick auf Incendium spürte ich nicht mehr das warme Kribbeln. Ich war auf gewacht, aus meinen schönen Träumen wurde kalte Realität.
Als das Bett gemacht wurde, zog ich die Gardinen zurück, die meinen Raum abgedunkelt hatten. Eines war schon offen gewesen, hatte es anscheinend vergessen zu zu machen oder Jazem hatte es aufgemacht um mich besser beobachten zu können. Ich wusch mich. Ich zog mich an und ging nach unten. In der Küche war es noch ruhig, die Sonne war noch nicht mal wirklich auf gegangen aber Thalon war schon los um gute Stoffe auf dem Markt zu bekommen. „Guten Morgen.“, sagte ich an die Insassen. Theran, Jazem, Brasne, Casper und Aaron saßen bereits um den Tisch und lasen in der Zeitung. Sie sahen alle müde aus, ich konnte es verstehen, die letzte Zeit war sehr hart gewesen. Sie nickten mir zu und lasen weiter in der Zeitung. Ich stellte mich an den Herd, setzte Wasser auf für den Kaffee und ging im Kämmerchen Holz für den Kamin holen. Das er noch aus war, war typisch für meine Brüder. Ich war die einzige die hier so fror. Trotz der dicken Wände war es eiskalt überall. Kein Wunder bei den Muskelmassen, dass sie nicht froren. Ich legte das Holz geübt auf einander und entzündete es. Augenblicklich wurde es wärmer und heller im Raum. Fast gemütlich.
Der Kaffee war fertig und ich goss ihn in sechs Tassen, fünf für meine Brüder und eine für mich. Ich liebte dieses Zeug, dadurch wurde einem gleichzeitig warm und man wurde wach, und stellte sie auf den Tisch. Sie griffen fast alle automatisch danach und man hörte genüssliches Schlürfen. Dann holte ich das Brot, den Aufstrich und die Teller und deckte den Tisch. Käse war um diese Jahreszeit leider keiner da, auch wenn ich es gewohnt war die löchrigen Scheiben zu essen. Ich setzte mich und frühstückte. Dabei begann meist eine hitzige Diskussion aber heute war es still. Jazem saß mir schräg gegenüber und ich sah immer wieder zu ihm herüber. Der Blick von eben wollte mir nicht aus dem Kopf gehen. Doch Jazem starrte stur auf sein Brot vor sich. Ich seufzte resigniert und aß weiter. „Bonny, wo soll es denn heute hingehen? Oder bleibst du zu Hause?“ Brasne sah mich fragend an.

Ich schluckte meinen Bissen herunter und trank einen Schluck bevor ich antwortete. „Ich wollte auch mal auf den Markt und ein bisschen spazieren gehen. Die Pflanzen im Schnee sehen immer so interessant aus.“ Ich log normalerweise besser, doch bei Brasne brauchte ich es nicht raffinierter zu tun. Er glaubte mir und ich nutzte sein Vertrauen aus. Ich liebte ihn und es versetzte mir immer einen tiefen Stich, einen meiner Brüder anlügen zu müssen, doch sie durften nicht wissen, dass ich auf den Hob ging. Das würde sie nur misstrauisch machen. Er lächelte, denn er teilte meine Leidenschaft für Pflanzen. „Ja dann wünsche ich dir viel Spaß.“ Als wir fertig waren, deckte ich den Tisch ab und machte mich oben zurecht, also kämmte mich und band meine Haare in einem nicht ganz so ordentlich geflochtenen Zopf zusammen. Dann zog ich mir noch ein blass blaues, dickeres Hemd an. Draußen war es doppelt so kalt wie hier drin und ich wollte nicht schon in der ersten Sekunde, in der ich draußen war erfrieren. Dann nahm ich meinen geliebten, dunkelblauen Mantel vom Hacken und meinen Seidenschal, packte mich warm ein, griff nach meinen Lederhandschuhen und ging wieder nach unten. In der Türe stand Jazem, er musste los. Irgendwelche Geschäfte. Ich begleitete ihn ein Stück bis sich unsere Wege trennten. „Einen schönen Tag, Schwesterhez.“ Er lächelte und winkte mir zum Abschied, ich lächelte zurück.

Als ich um das nächste Haus gebogen war, änderte ich erneut meine Richtung und ging über sichere Wege hin Richtung Hob. Im Kopf kreisten mir alle Möglichen Dinge. Meine runde Ledertasche nahm ich sicherheitshalber schon nach vorne. Auf dem Hob wurde viel geklaut. Dann packte ich mich dick ein und konnte kaum noch etwas sehen, vor lauter Haaren, meinem Schal und dem Schneetreiben was langsam einsetzte. Beinahe wäre ich über einen Stein gestolpert, fing mich aber noch. Was war das nur für ein Tag. Ich straffte die Schultern und betrat den Platz im Hob. Mein Messer immer in meiner Reichweite.

→ Hob
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